Wie wir leben

Das Leben in unserer Gemeinschaft gestaltet sich ganz unterschiedlich und individuell. Gemeinsam verbindet uns ein Vision und deren praktische Umsetzung: in Karlsruhe Lebens- und Dienstgemeinschaften im Geiste christlicher Spiritualität zu gründen. Wir wollen Orte schaffen, an denen Gott angebetet wird und an denen Menschen einen Lebensstil der Anbetung erlernen können. Diese Orte nennen wir "Häuser der Erneuerung".

Wir unterscheiden vier Ebenen der Zugehörigkeit zur Kommunität:

  1. Vollmitglieder (wohnen gemeinsam; weiteres siehe Umsetzung)
  2. Teilmitglieder (wohnen separat)
  3. Inspiriertenkreis (Bejahung der Vision und Idee, Umsetzung aber im eigenen Rahmen)
  4. Freundeskreis (Freunde, Unterstützer, Interessierte)

Die folgenden Ausführungen zu unserem gemeinsamen Leben gelten vor allem für Vollmitglieder

Wohnen und gemeinsames Leben

Gemeinsam zu leben schafft vielfältige Möglichkeiten, Leben miteinander zu teilen, sich gegenseitig zu helfen und füreinander da zu sein. Folgende Aspekte sind für uns wichtig:

  • Angemessener und passender Wohnraum
  • Privatsphäre
  • Jeder ist für die Finanzierung seines Wohnraumes verantwortlich.
  • Sharing von bestimmten Wohnflächen (z.B. Gemeinschaftsräumen, Wohnzimmer, Küche, etc.), Gebrauchsgegenständen und Gütern (z. B. Auto, etc.)
  • Sharing von Gaben, Fähigkeiten und Zeit (z.B. gemeinsame Aktivitäten, Kinderbetreuung, Hilfe bei Arbeiten, usw.)
  • Regelmäßige gemeinsame Gebetszeiten
  • Wöchentliches Haustreffen
  • Monatliches Kommunitätstreffen
  • Ein bis zwei Mal im Jahr verbringen wir als Gesamtgruppe ein Wochenende, um gemeinsam Zeit zu verbringen und vor Gott zu sein.
  • Jedes Haus hat eine Hausleitung

Familien, Ehen und Singles

Wir unterscheiden bei der Umsetzung unserer Vision drei Gruppen:

  1. Familien
  2. Ehepaare
  3. Singles

Jede dieser Gruppen hat andere Gegebenheiten und Möglichkeiten, die Berufung umzusetzen. Wir legen Wert darauf, dass ein Bewusstsein vorhanden ist, dass Familien ihren Alltag anders gestalten als Ehepaare oder Singles. Deswegen haben wir an Familien andere Erwartungen als an Ehepaare oder Singles. Wichtig ist uns, dass sich jeder den sieben Grundprinzipien unserer Kommunität verpflichtet weiß. Für jeden sind die gemeinsamen Gebetszeiten und Treffen verbindlich.

Kinder und Erziehung

Die Kinder von Mitgliedern integrieren wir ganz bewusst in unseren Kommunitätsalltag. Wir gestalten unsere Gemeinschaften so, dass Kinder früh gemeinsames Zusammenleben und gegenseitige Verantwortung erfahren. Wo es Möglichkeiten zu generationsübergreifenden Projekten gibt, wollen wir dem Raum geben. Dabei legen wir Wert darauf, dass jede Familie ihre Erziehung umsetzen kann und Freiraum hat, die eigenen Kinder zu erziehen. Deswegen halten wir es für wichtig, dass mehrere Familien nicht im gleichen Haushalt leben. Familien sollen eine klare Privatsphäre haben, in der Kinder ein Zuhause und Geborgenheit erfahren.

Arbeit und Beruf

Jeder in der Kommunität ist angehalten, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Die Kommunität ist kein Platz für Menschen, die nicht arbeiten wollen und anderen auf der Tasche liegen. Wir halten es für sehr wichtig, dass Menschen in einer regelmäßigen beruflichen Tätigkeit involviert sind. Einzelne, die für sich einen Ruf in die Vollzeitlichkeit oder einen geistlichen Dienst haben, können und sollen diesem nach eingehender Prüfung nachgehen.

Gemeinsames Gebet

Gebet ist für unsere Gemeinschaft Mitte und Ankerpunkt, Anfang und Ende. Wir legen Wert auf unser persönliches Gebetsleben und auf unsere gemeinsamen Gebetszeiten. Dort entsteht Einheit, dort beginnt Versöhnung und Verständnis, dort entwickeln sich Visionen. Jede Hausgemeinschaft trifft sich regelmäßig zum Gebet. Dazu hat jedes unserer Häuser einen Gebetsraum bzw. einen Bereich, der bewusst dem gemeinsamen Gebet geweiht ist. Dort treffen wir uns regelmäßig zum gemeinsamen Gebet. Jede Hausgemeinschaft hat die Freiheit, ihre eigene Gebetsart und -rhythmus zu entwickeln. Als Gesamtgruppe treffen wir uns regelmäßig zu Kommunitätstreffen, um gemeinsam vor Gott zu sein, auf sein Wort zu hören und zueinander zu wachsen. Ein bis zwei Mal im Jahr verbringen wir als Gesamtgruppe ein Wochenende, um gemeinsam Zeit zu verbringen und vor Gott zu sein.

Gemeinsame Dienste

Unsere Gemeinschaft und unser Gebetsleben sind nicht Selbstzweck, sondern finden ihren Ausdruck im Dienst am Nächsten. Das Charisma der Liebe (1. Kor 13) ist unser Leitmotiv und der Dienst Jesu unser Vorbild (Jes 61). Unseren ersten und hauptsächlichen Dienst sehen wir im Gebet und der Fürbitte. Wir glauben, dass Karlsruhe die Berufung hat, ein Ort der Erneuerung, des Dienstes und der Anbetung zu sein. Dafür treten wir vor Gott ein und sind offen, für konkrete Gebetsanliegen aus verschiedenen Bereichen Fürbitte zu tun. Daneben ist jedes Mitglied aktiv am Dienst im Reich Gottes beteiligt. Dieser Dienst entspricht der Berufung und den Gaben des Einzelnen und kann ganz unterschiedliche, individuelle Formen annehmen. Die Mitglieder der Kommunität können als Dienste auch bestehende gemeindliche/kirchliche und soziale Dienste unterstützen. Unser gemeinschaftlicher Dienst besteht vor allem darin, dass wir Gäste in unseren Häusern willkommen heißen. Darüber hinaus wollen wir in unseren Häusern Möglichkeiten schaffen, in denen hilfsbedürftigen Menschen ein Platz geistlicher Erneuerung, sozialer Stärkung und persönlicher Wiederherstellung und Weiterentwicklung gegeben wird. Die Werkstatt für christliche Spiritualität ist der Dienstzweig unserer Kommunität, in dem wir Exerzitienkurse, Lehrseminare und Gebetsveranstaltungen anbieten.

Finanzen

Im Umgang mit Finanzen ist uns Folgendes wichtig:

  • Jedes Mitglied in der Kommunität ist für seine eigene finanzielle Situation verantwortlich.
  • Mieten werden separat bezahlt.
  • Gemeinsame Ausgaben werden entsprechend dem Anteil gemeinsam finanziert.
  • Jedes Mitglied ist angehalten, mit seinen Finanzen verantwortungsbewusst umzugehen.
  • Wir wollen einen Lebensstil der Einfachheit und Schlichtheit leben.
  • Mit gemeinsam erwirtschafteten Finanzen wollen wir eigene Projekte aufbauen und andere Dienste unterstützen.